Reso­lu­ti­on gegen Populismus

Kon­fe­renz der Lan­des­frau­en­rä­te ver­ab­schie­det ein­stim­mig Resolution

Vom 16.–18. Juni 2017 wur­de in Dres­den die jähr­lich bun­des­weit statt­fin­den­de Kon­fe­renz der 16 Lan­des­frau­en­rä­te durch­ge­führt. Im Rah­men ihrer Mit­glie­der­ver­samm­lung beschlos­sen die Ver­tre­te­rin­nen der ver­schie­de­nen Bun­des­län­der unter ande­rem eine Reso­lu­ti­on gegen Popu­lis­mus.

Die Kon­fe­renz der Lan­des­frau­en­rä­te stellt sich allen Dif­fa­mie­run­gen und Angrif­fen ent­schie­den ent­ge­gen, die von rechts­po­pu­lis­ti­schen sowie rechts­ex­tre­men Par­tei­en und Grup­pie­run­gen gegen Maß­nah­men und Pro­jek­te im Bereich der Frau­en- und Gleich­stel­lungs­po­li­tik gerich­tet wer­den. Hier­zu gehö­ren Angrif­fe gegen Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te, Min­dest­quo­tie­run­gen und För­der­pro­gram­me eben­so wie die Infra­ge­stel­lung der Geschlech­ter­for­schung und den Erhalt der dafür not­wen­di­gen Lehr­stüh­le an Uni­ver­si­tä­ten und Hochschulen.

Mit der glei­chen Ent­schie­den­heit weist die Kon­fe­renz der Lan­des­frau­en­rä­te die Ver­ein­nah­mungs­ver­su­che im Bereich der Frau­en- und Mäd­chen­rech­te durch rechts­po­pu­lis­ti­sche bzw. rechts­ex­tre­me Par­tei­en und Grup­pie­run­gen zurück. Poli­ti­sche Akteu­re, die ihre offen­kun­di­ge Frau­en­feind­lich­keit nur dann bei­sei­te las­sen, wenn es um die pau­scha­le Dif­fa­mie­rung gan­zer Per­so­nen­grup­pen geht, wie ins­be­son­de­re mus­li­mi­sche Geflüch­te­te, kön­nen kei­ne Ver­bün­de­te im Kon­text der Frau­en­rech­te sein.“